Monatsarchiv: September 2016

Zum Ewigen Frieden | Immanuel Kant

Es soll kein Friedensschluss für einen solchen gelten, der mit dem geheimen Vorbehalt des Stoffs zu einem künftigen Kriege gemacht worden ist.
Es soll kein für sich bestehender Staat von einem andern Staate durch Erbung, Tausch, Kauf oder Schenkung erworben werden können. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesamt, Philosophie | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Aus dem Tagebuch eines Hundes 9 von 37 | Oskar Panizza

Heute schöner, sonniger, warmer Tag. Wir gingen alle hinaus vor die Stadt spazieren. Eine Menge Pferde, Wagen, Wägelchen und noch kleinere Wägelchen, in denen kleine Menschlein lagen (über deren Herkunft ich absolut nichts weiß,) bedeckten die staubige Straße. Es wurde bald sehr heiß. Ein Mensch, der eine Menge klapperndes Metall um seinen Körper hatte, gab mir einen Fußtritt, worauf eine explodierende Lachsalve antwortete. Mein Herr schnitt nur eine Grimasse. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Episoden, Gesamt | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Der Mops | Gedicht von Magnus Gottfried Lichtwer

Es war einmal ein fetter Mops,
Der ging, wie Möpse tun, auf allen Vieren
Bei hellem Mondschein einst spazieren;
Da kam ein Graben in die Quer, und — hops
Sprang auch der fette Mops —
Hinüber, meint ihr? — Nein Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gedichte, Gesamt | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Die falsche Richtung | Fabel von Franz Kafka

„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger jeden Tag. Zuerst war sie breit, dass ich Angst hatte; ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilten so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht ein Falle, in die ich laufe.“ Weiterlesen

Veröffentlicht unter Fabeln, Gesamt | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Die Kunst über kein Thema zu schreiben | Emmrich

Die Kunst des Feuilletons besteht nicht darin, über ein Thema zu schreiben, sondern über kein Thema zu schreiben. Statt des Themas gibt es einen Anlass. Anlass kann jeder Hosenknopf sein.

Wenn man den Knopf als Exempel nimmt, will man damit sagen, dass der Knopf etwas von Natur Unbedeutendes sei. Es kommt also darauf an, dem Unbedeutenden Bedeutung zu geben. Damit nun niemand sage, wir drückten uns vor unseren eigenen Maximen, wollen wir bei diesem Anlass bleiben. Schreiben wir über den Knopf. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesamt, Novellen | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen